Meissner Ruderclub "Neptun" 1882 e. V.

Endlich mal wieder Rudern ! 

 

130 Jahre Meißner Ruderclub "Neptun"


1882

19. Mai Gründung des Meißner Ruderclubs "Neptun" im Gasthaus "Zu den Akazien", Wettinstraße, durch Franz Johann Noack, Otto Winkler und Friedrich Gotzsch. Am 4. Juni Kauf eines Bootes und am 13. Juni erste Fahrt mit 8 neuen Riemen im Boot "Neptun"

1883

Lagerung der Boote im Gasthaus "Elbterrasse" (später Auto-Wittwer), 22 Mitglieder

1885

Anschaffung weiterer 2 Boote, 1. Regattastart in Dresden

1886

Gründungsmitglied des "Sächsischen Regattaverbandes"

1902

Mitglied des Deutschen Ruderverbandes

1904

1. Regattasieg in Pirna

1907

25-jähriges Bestehen feierlich begangen

1909

Meißner Ruderclub "Neptun" wurde am 1.4. im Vereinsregister unter Nr. 6 beim Amtsgericht Meißen eingetragen.

1913

Kauf des Grundstückes Siebeneichener Str. 39, 167 Mitglieder

1914

17. Mai Bootshausweihe, Gründung der Tennisabteilung

1916

Damen- und Schülerriege "Franziskaneum" gegründet

1919

Taufe von 3 Booten

1923

Herrengarderobe angebaut, Rennachter angeschafft.

1924

1. Heft der Monatlichen Mitteilungen, dem Vorläufer unseres Clubkuriers, herausgegeben

1925

Am 29.7. Teile vom Nachbargrundstück gekauft, jetzt Zweierschuppen und Achterbecken

1926

Schülerruderriege "St. Afra" gebildet. Taufe eines zweiten Achters, 325 Mitglieder

1927

Erfolgreiches Regattajahr mit Sieg in Hamburg

1932

50-jähriges Jubiläum mit vielen Gästen, Bootstaufe und Auffahrt mit 115 Booten

1937/38

Bau des Viererbeckens, jetzt Kraftraum, und eines zweiten Tennisplatzes, 323 Mitglieder

1945

Letzte Fahrten bis Ende März, keine Verluste an Booten bis Kriegsende. Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10.10. wird der Meißner Ruderverein "Neptun" aufgelöst. Das Grundstück mit allen Inventar wird beschlagnahmt, Rudern ist nicht gestattet.

1946

Am 13.6. Neugründung einer Sparte Rudern mit 247 Mitgliedern. Dabei sind auch die Ruderer des Meißner Rudervereins, dessen Bootshaus und Boote durch die Brückensprengung am 26.4.45 stark beschädigt waren. Die beiden Rennachter des Meißner Ruderclubs "Neptun" mussten als Reparationsleistung an die Besatzungsmacht abgegeben werden.

1947

1. überregionale Nachkriegsregatta in Sachsen, Meißen gewinnt 3 Rennen, starke Belebung des Ruderbetriebes, da 44 Boote verfügbar, 273 Mitglieder

1949

Am 28. 6. 1. Landesmeisterschaft in Meißen, die Meißner Ruderer erkämpfen vier Landesmeistertitel, Teilnahme an Ostzonenmeisterschaften in Grünau (2. Platz).

1950

2. Landesmeisterschaft in Meißen

1951

Erfolgreicher Ruderbetrieb, 16 Siege. Der reparierte Renn-Achter des MRV wird "Deutschland" getauft. Von der Stadt Meißen, dem jetzigen Eigentümer des Grundstückes und allen Inventars, werden Mittel zur Renovierung des Bootshauses zur Verfügung gestellt.

1952

übernahme der Sparte Rudern durch die Betriebssportgemeinschaft "Einheit".

1955

Eigenbau des 1. Bootshängers

1957

Horst Wetzig siegt im Leichtgewichtseiner bei den Nachwuchsbestenkämpfen in Grünau, Lothar Wundratsch wird Europameister im R4m

1958

Die Meißner Ruderer werden DDR-Jugendmeister im D4m der Junioren, Beginn einer erfolgreichen Jugendarbeit.

1962

DDR-Jugendmeister im R4m und R8 (in Renngem.), Delegierung des Jugendachters zum SC Einheit Dresden

1963

Bildung eines Trainingszentrums (bis 1990) in Meißen

1964

Die Meißner Ruderinnen werden DDR-Jugendmeister im R4m der Juniorinnen

1965

Peter Kremtz, Roland Göhler im R2o, Frank Forberger und Dieter Grahn im R4o erringen die ersten Weltmeistertitel.

1968

Olympiasieg von Frank Forberger und Dieter Grahn im R4o in Mexiko.

1972

Olympiasieg von Frank Forberger und Dieter Grahn im R4o in München.

1975

Bau des Achterbeckens auf dem Gelände der Tennisplätze und Einbau einer zentralen Heizungsanlage im Bootshaus.

1976

Olympiasieg von Karin Metze im R4m in Montreal

1980

Olympiasiege von Karin Metze im R8, Ullrich und Walter Dießner im R4m in Moskau

1982

100 Jahre Rudersport in Meißen wird mit einer Festveranstaltung im "Hamburger Hof" festlich begangen

1984

Meißner Ruderer erringen 80 Regattasiege

1985

Beginn der erfolgreichen Beteiligung am Veteranenrudern, in den Folgejahren vier Goldmedaillen bei World-Masters

1987

Gig-Doppelachter angeschafft

1988

Beatrix Schröer Olympiasiegerin in Seoul im R8

1990

Wiedergründung des Meißner Ruderclubs "Neptun" 1882 am 10. Juli.
Die Stadt Meißen bietet dem Meißner Ruderclubs "Neptun" den Rückkauf von Bootshaus und Grundstück für 1,2 Mill. DM an.

1991

Seit 1.1. ist der MRC "Neptun" wieder Mitglied des Deutschen Ruderverbandes

1994

Die Wanderruderer erringen den dritten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

1995

Dr. Heinz Kinzelmann erhält als erster Meißner den äquatorpreis.
Die Wanderruderer erringen den zweiten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

1996

Die Wanderruderer erringen den dritten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

1998

Die Wanderruderer erringen den ersten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

1999

Für das Bootshaus wird ein Erbpachtvertrag auf 66 Jahre mit der Stadt Meißen abgeschlossen
Jörg Dießner wird Vizeweltmeister im Zweier m. Stm. und Deutscher Meister im Achter, Anna Forberger Juniorenweltmeisterin im Vierer o. Stm..
Simone Schiwek erhält den äquatorpreis. Die Wanderruderer erringen den zweiten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

2000

Ullrich Dießner wird zum Jahrhundert-Sportler der Stadt Meißen gewählt, den zweiten Platz belegte Frank Forberger und den vierten Platz Walter Dießner. Die geehrten Sportler durften sich in das "Goldene Buch" der Stadt Meißen eintragen.
Anna Forberger erringt die Bronzemedaille im Vierer o.St. bei der Junioren-Weltmeisterschaft und die Bronzemedaille bei der U23-Weltmeisterschaft.
Die Wanderruderer erringen den vierten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

2001

Anna Forberger erringt zwei Bronzemedaillen bei den U23-Weltmeisterschaften, im Vierer o. Stm. und im Achter.
Wolfgang Kussatz und Manfred Haustein erhalten den äquatorpreis.
Die Wanderruderer erringen den vierten Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

2002

Jörg Dießner wird Vizeweltmeister im Achter.
Beim Augusthochwasser stand das Wasser 82 cm in der Halle, der Steg erlitt Totalschaden, Bootsschäden wurden durch rechtzeitige Sicherungsmaßnahmen vermieden.
Uwe Gärtner erhält den äquatorpreis. Die Wanderruderer erringen den fünften Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.
Das erste Gig-Boot mit Kunststoffschale wurde gekauft, der Doppelvierer m. St. "Weser".

2003

Die Wanderruderer erringen den fünften Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

2004

Die Auflage des Erbpachtvertrages, 250.000,00 DM in die Sanierung des Bootshauses zu investieren, wurde erfüllt.
Der Renndoppelvierer o. St. "Leipzig" wurde neu angeschafft.
Karin Haustein erhält den äquatorpreis. Die Wanderruderer erringen den fünften Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

2005

Gründung der Drachenbootabteilung des Meißner Ruderclubs "Neptun", Kauf eines Drachenbootes.
Thomas Jendroßek erhält den äquatorpreis.

2006

Jörg Dießner wird im Deutschlandachter in Eton Weltmeister.
Claudia Herpertz holt im Einer der Juniorinnen B die Silbermedaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U 17 in Essen.
Der D-Gig-Doppeldreier m. St. "Mosel" wurde angeschafft.

2007

Am 9. und 10. Juni Festveranstaltung 125 Jahre Meißner Ruderclub "Neptun" 1882 e.V. (161 Mitglieder).
Jörg Dießner wird Vizeweltmeister im Deutschlandachter.
Die Wanderruderer erringen den fünften Platz im Fahrtenwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.

2008

Der Meißner Ruderclub "Neptun" erringt den 5. Platz im Wanderruderwettbewerb des Deutschen Ruderverbandes.
Teilsanierung des Bootshausdaches und Pflasterung des Bootshausvorplatzes durchgeführt

2009

Auflösung der Drachenboot-Abteilung.
20. Große Elbefahrt des Meißner Ruderclubs "Neptun" 1882 e.V. über 820 km.

2010

Als Förderverein des Meißner Ruderclubs "Neptun" 1882 e.V. wurde der Meißner Ruderverein e.V. am 27. Juli 2010 wieder gegründet.
Erste Neptun-Freunde-Regatta wird durchgeführt.
Der C-Gig-Doppelvierer m. St. "Main" wurde angeschafft.
Verkauf des Drachenbootes "Gisela".

2011

Die von Egbert Scheibe im Bundesstützpunkt Dresden trainierten sächsischen Ruderer erringen den Vizeweltmeistertitel im Doppelvierer in Bled/Slowenien.
Beginn von umfangreichen Renovierungsarbeiten im Bootshaus.
Zwei neue Renn-Einer "Hai" und "Koi" wurden angeschafft.

2012

Die von Egbert Scheibe im Bundesstützpunkt Dresden trainierten sächsischen Ruderer erkämpfen die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London.
Claudia Herpertz errang den Deutschen Jahrgangsmeistertitel U23 im Zweier o.St. in Essen.
Der Meißner Ruderclub "Neptun" schaffte in Renngemeinschaft beim 24. Hamburger Staffelrudern den Gesamtsieg.

2013

Das Elbehochwasser verursacht große Bauwerkschäden am Bootshaus.
Bootsschäden werden durch rechtzeitige Sicherungsmaßnahmen vermieden.

2014

Festveranstaltung von 100 Jahre Bootshaus des Meißner Ruderclubs "Neptun" am 17. Mai.
Der C-Gig-Doppelzweier m. St. "Elster" wurde gekauft.
Die Finanzierung zur Beseitigung der Hochwasserschäden ist gesichert, im Herbst begannen die Bauarbeiten.

Nach einer Vorlage (12.03.04) v. Dr. Heinz Kinzelmann, ausgearbeitet von Rolf Hubert.
Letzte Aktualisierung: Januar 2015


100 Jahre Bootshaus, ein Reim von Karin Haustein

100 Jahre steht nun dieses Haus
und viele Ruderer gingen hier schon ein und aus.
So lernten das Rudern Groß und Klein
im Becken oder auf dem Fluss allein.

Früher gab es auch noch einen Tennisplatz
auf dem die Frauen spielten so manchen Satz.
Da lachte sich manch Ruderer sein Schätzchen an
und zog die Liebste in seinen Bann.

In den Siebzigern ging es dem Platz an den Kragen.
Das Achterbecken wurde hier "aufgeschlagen".
Eine Werkstatt gibt es heute gleich nebenan,
wo man kaputte Skulls und Boote reparieren kann.

Das Viererbecken im Hause gibt es nicht mehr,
dafür kam ein größerer Kraftraum her.
Hier gibt es Ergometer und noch vieles mehr,
damit das Training fällt nicht so schwer.

Olympiasieger gingen von hier aus ihren Weg
und standen auf manchem Siegersteg.
Gern denken wir an diese schöne Zeit zurück.
War das für unseren "Neptun" ein großes Glück!

Die Wanderruderer sind unterwegs sehr weit.
österreich, Italien, Litauen - die Palette ist breit.
Das Fahrtenabzeichen ist derer Lohn,
auch den äquatorpreis haben einige schon.

Unser Bootspark kann sich doch sehen lassen.
Durch viele Spenden wurde viel geschaffen.
Einige Bootstaufen habt ihr ja alle miterlebt.
Nun wird noch ein neuer Hänger angestrebt.

Gefeiert wurde in diesem Hause schon viel.
Die Faschingsfeiern und Bälle hatten ihren eigenen Stil.
Da wurden alle Räume mit einbezogen
und getanzt, dass sich die Balken bogen.

Vor ein paar Jahren " oh welch ein Schreck,
schwammen fast unsere Boote weg.
Zweimal stand die Elbe in unserem Haus
und machte unserer Arbeit den Garaus.

Ein Wasserrohrbruch setzte uns mächtig zu.
In so einem großen Haus hat man eben niemals Ruh’ .
Doch die Ruderer packten kräftig mit an
entkernten, malten, räumten aus und wieder ein, damit wieder schön wird ihr geliebtes Heim.

Heute sieht es im Haus recht ordentlich aus.
In vielen Arbeitsstunden machten die Ruderer etwas daraus.
Wir wollen auch in Zukunft hier noch viel erleben,
auch wenn wir die Geschicke einmal in jüngere Hände geben.

Der Vorstand hat schon viele Höhen und Tiefen erlebt
und immer das Beste für die Sportler angestrebt.
Dafür wollen wir heute einmal Dankeschön sagen,
denn schließlich haben sie immer die Verantwortung zu tragen!